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Was sagen Mitarbeiterfotos über die Kultur eines Unternehmens aus?

Nicolas Wolf
18.6.26
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Bevor jemand eure Werte-Seite liest, hat er das Teamfoto schon gesehen. Bewerberinnen, Kunden und Partner machen sich in diesen paar Sekunden ein Bild davon, wie es bei euch zu und her geht. Mit der Realität hat dieser Eindruck manchmal erstaunlich wenig zu tun.

Mitarbeiterfotos zeigen, wie ein Unternehmen mit seinen Leuten umgeht: wer gezeigt wird, wie nah, in welcher Umgebung und mit welchem Ausdruck. Einheitliche, aktuelle Portraits aller Mitarbeitenden wirken offen und wertschätzend, veraltete oder nur auf die Geschäftsleitung beschränkte Bilder wirken distanziert. Bewerbende lesen das, auch wenn sie es nicht bewusst benennen.

Woran erkennt man Kultur auf einem Foto?

An Details, über die vor dem Shooting selten jemand spricht. Steht die Geschäftsführerin auf dem Gruppenbild in der Mitte und einen halben Schritt vor allen anderen? Sind die Leute aus der Produktion in Arbeitskleidung dabei, oder fehlen sie ganz? Lacht jemand, weil der Fotograf «Cheese» gesagt hat, oder weil gerade wirklich etwas lustig war?

Wir merken das selbst am Set. Bei manchen Firmen stehen nach fünf Minuten alle locker beieinander und ziehen sich gegenseitig auf. Bei anderen wartet jeder still, bis der Chef fertig ist. Beides sieht man später auf den Bildern, und keine Retusche ändert etwas daran. Unsere Aufgabe ist dann, eine Situation zu schaffen, in der sich die Leute so zeigen, wie sie im Alltag sind. Manchmal heisst das: Kamera runter, Kaffee holen, weiterreden.

Worauf sollten HR-Verantwortliche bei Mitarbeiterfotos achten?

  • Aktualität: Wenn auf der Website Leute zu sehen sind, die seit zwei Jahren nicht mehr da sind, fällt das spätestens im Vorstellungsgespräch auf.
  • Einheitlichkeit: Gleicher Hintergrund, gleiche Lichtrichtung, gleicher Bildausschnitt. Wir dokumentieren das Setup mit Fotos und Massen, damit neue Mitarbeitende Monate später passend nachfotografiert werden können.
  • Alle Stufen: Lernende, Leute aus Lager und Werkstatt und Teilzeitangestellte gehören genauso dazu wie das Kader.
  • Echte Umgebung: Ein Portrait am eigenen Arbeitsplatz erzählt mehr als ein grauer Studiohintergrund. Beides kann richtig sein, es sollte aber eine bewusste Entscheidung bleiben.

Für viele KMU funktioniert eine Kombination: ein einheitliches Portrait für die Teamseite und ergänzende Bilder bei der Arbeit für die Karriereseite. Wie viel Bildmaterial dort mindestens nötig ist, beschreiben wir in Wie viele Bilder braucht eine Karriereseite?

Warum schaden Stockfotos hier besonders?

Ein Stockfoto mit vier lachenden Menschen am Glastisch sagt über eure Kultur exakt nichts. Schlimmer noch: Wer das Bild schon bei zwei anderen Firmen gesehen hat, zieht eigene Schlüsse. Und die sind selten freundlich. Mehr dazu im Beitrag Warum Stockfotos Bewerber kosten.

Wie läuft ein Mitarbeitershooting bei uns ab?

Wir bauen das Licht direkt bei euch auf, meist in einem Sitzungszimmer oder in einer ruhigen Ecke der Halle. Die Leute kommen gestaffelt nach einem Zeitplan, den HR vorher verteilt, pro Person rechnen wir einige Minuten. So fehlt niemand lange am Arbeitsplatz. Weil wir tethered fotografieren, sieht jede Person ihre Bilder direkt am Laptop. Das nimmt vielen die Nervosität, gerade jenen, die sagen, sie seien «nicht fotogen». Business Portraits gibt es bei uns ab CHF 80 pro Person, für grössere Teams machen wir eine Offerte. Ablauf und Varianten findet ihr unter Team Shooting.

Sie zeigen, wie ein Unternehmen seine Leute sieht: wer gezeigt wird, in welcher Umgebung und wie einheitlich. Aktuelle Bilder aller Mitarbeitenden wirken offen, alte oder nur auf das Kader beschränkte Fotos eher distanziert.

Neue Mitarbeitende sollten zeitnah nachfotografiert werden, das ganze Team spätestens nach zwei bis drei Jahren oder bei grösseren Veränderungen. Ein dokumentiertes Licht-Setup macht solche Nachshootings einfach.

Ja. Wenn nur die Geschäftsleitung zu sehen ist, wirkt das hierarchisch. Mitarbeitende aller Stufen in ihrer echten Arbeitsumgebung zeigen Bewerbenden, wie das Team tatsächlich aussieht.

Für die Teamseite eignet sich ein einheitlicher Hintergrund, für die Karriereseite wirken Bilder am Arbeitsplatz glaubwürdiger. Viele KMU kombinieren beides im selben Shooting.

Business Portraits kosten bei Wolf Fotografie ab CHF 80 pro Person. Für ganze Teams vor Ort erstellen wir eine Offerte nach Anzahl Personen und Aufwand.

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