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Warum sollte ein Unternehmen regelmässig fotografieren lassen statt nur alle paar Jahre?

Nicolas Wolf
17.9.26
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Bei vielen Unternehmen läuft Fotografie nach demselben Muster: Die neue Website steht an, also wird schnell ein Shooting organisiert. Zwei Jahre später arbeiten drei der fotografierten Personen nicht mehr im Betrieb, die Werkstatt wurde umgebaut, und für den nächsten Relaunch beginnt alles von vorne. Wir erleben diesen Zyklus regelmässig, und er kostet mehr, als die meisten denken.

Ein Unternehmen sollte kontinuierlich fotografieren, weil es sich laufend verändert und die Kommunikation jederzeit aktuelle Bilder braucht. Regelmässige, kleinere Shootings mit einem festen Fotografen halten den Bildbestand frisch, sichern eine einheitliche Bildsprache und sind pro tatsächlich verwendetem Bild meist günstiger als grosse Einzelproduktionen.

Was passiert, wenn man nur alle paar Jahre fotografiert?

Die Bilder veralten nicht auf einen Schlag, sondern schleichend. Zuerst fehlt das Portrait der neuen Teamleiterin. Dann taucht in der LinkedIn-Ankündigung ein Handyfoto auf, weil nichts anderes da ist. Ein halbes Jahr später wird für die Messe ein Stockbild gekauft. Am Ende stehen auf Website, Karriereseite und in der Broschüre drei verschiedene Bildstile nebeneinander, und niemand hat das je so entschieden.

Dazu kommt ein praktisches Problem. Bei einer grossen Produktion alle drei Jahre muss das Team jedes Mal neu briefen, wir müssen die Räume neu kennenlernen, und die Mitarbeitenden sind vor der Kamera wieder nervös. Ein guter Teil des Shootingtags geht für Dinge drauf, die beim zweiten oder dritten Termin wegfallen.

Wie sieht eine kontinuierliche Fotografie-Strategie in der Praxis aus?

Weniger kompliziert, als der Begriff klingt. Bei Kunden, die wir regelmässig begleiten, sieht das meistens so aus:

  • Zwei bis vier fixe Shootingtermine pro Jahr, abgestimmt auf den Kommunikationsplan: Messe, Geschäftsbericht, Recruiting-Saison.
  • Ein kurzer Portrait-Slot für neue Mitarbeitende, am gleichen Hintergrund und mit dem gleichen Lichtsetup wie beim ersten Mal.
  • Eine laufende Shotlist mit Motiven, die noch fehlen: der neue Maschinenpark, die Lernenden im ersten Jahr, das umgebaute Sitzungszimmer.
  • Eine definierte Bildsprache, die wir einmal festlegen und dann einhalten, vom Brennweitenbereich über den Lichtcharakter bis zum Farblook in der Bearbeitung.

Der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Wenn wir beim ersten Portraittermin mit einer grossen Softbox von links und einem 85-mm-Objektiv gearbeitet haben, notieren wir uns das samt Abstand und Blende. Beim nächsten Termin bauen wir das Setup genau so wieder auf, und die neuen Portraits passen sauber neben die alten. Mit wechselnden Fotografen klappt das fast nie. Wie eine solche Bildsprache entsteht, beschreiben wir im Beitrag Wie entsteht eine authentische Bildwelt?

Ist regelmässiges Fotografieren teurer als ein grosses Shooting?

Auf den ersten Blick sieht die Jahressumme manchmal höher aus. Rechnet man aber, wie viele Bilder tatsächlich verwendet werden, sieht es meistens anders aus. Bei grossen Einmalproduktionen landet erfahrungsgemäss ein beachtlicher Teil der Bilder nie im Einsatz, weil sie für Zwecke gemacht wurden, die sich später anders entwickelt haben. Bei kleineren Terminen fotografieren wir gezielt das, was in den nächsten Monaten gebraucht wird.

Ausserdem entfällt die Einarbeitung. Wir kennen die Abläufe, wissen, wo in der Produktionshalle das Licht um zehn Uhr am schönsten ist und welche Ecken man besser meidet. Das spart Zeit am Set und damit Geld. Mit welchen Kosten ihr grundsätzlich rechnen müsst, haben wir in Was kostet ein Fotograf für Unternehmen in der Schweiz? zusammengefasst.

Für wen lohnt sich das und für wen nicht?

Ehrlich gesagt nicht für jedes Unternehmen. Ein kleines Büro mit fünf Personen und stabiler Belegschaft kommt gut mit einem Shooting alle zwei Jahre aus. Sobald aber regelmässig neue Leute dazukommen, ihr aktiv auf Social Media kommuniziert, laufend Stellen ausschreibt oder Produkte lanciert, wird der Bedarf schnell grösser als der Vorrat.

Ein guter Einstieg ist eine Kombination aus Business Portraits für das ganze Team und einer Unternehmensreportage im Arbeitsalltag. Daraus entsteht der Grundstock, den wir dann in kleineren Etappen ergänzen. Portraits starten bei uns ab CHF 80 pro Person, die fertigen Bilder liefern wir in der Regel innert 7 bis 14 Werktagen.

Das hängt von der Grösse und vom Kommunikationsvolumen ab. Für Unternehmen mit regelmässigen Neueintritten und aktiver Kommunikation haben sich zwei bis vier kürzere Termine pro Jahr bewährt, kleine Betriebe mit stabilem Team kommen mit einem Shooting alle zwei Jahre aus.

Weil sich Team, Räume und Produkte laufend verändern und die Bilder schleichend veralten. Die Lücken werden dann mit Handyfotos oder Stockbildern gefüllt, und der Auftritt wirkt uneinheitlich.

Pro tatsächlich verwendetem Bild meistens nicht. Bei kleineren Terminen wird gezielt fotografiert, was gebraucht wird, und die Einarbeitung des Fotografen fällt weg.

Ein fester Fotograf kennt Räume, Abläufe und Lichtsetup und kann neue Bilder so aufnehmen, dass sie zu den bestehenden passen. So bleibt die Bildsprache über Jahre einheitlich.

Die bearbeiteten Bilder liefern wir in der Regel innert 7 bis 14 Werktagen nach dem Shooting. Bei Kunden, die wir regelmässig begleiten, stimmen wir dringende Termine individuell ab.

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