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Warum finden KMU keine guten Bewerber, obwohl sie attraktive Arbeitgeber sind?

Nicolas Wolf
7.10.25
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Ein Bewerber findet euer Stelleninserat interessant. Bevor er sich bewirbt, schaut er auf die Karriereseite und auf LinkedIn. Er sucht eine Antwort auf eine einfache Frage: Passe ich da hin? Wenn er dort eine Gruppe lachender Models an einem Glastisch sieht, die er auch schon bei drei anderen Firmen gesehen hat, bekommt er keine Antwort.

Viele KMU verlieren gute Bewerbende, weil ihre Bilder nichts über den echten Arbeitsalltag verraten. Stockfotos wirken austauschbar und wecken Misstrauen. Authentische Bilder von echten Mitarbeitenden zeigen, wie es bei euch wirklich ist, und ziehen damit genau die Leute an, die zu euch passen.

Was ist das Problem mit Stockfotos?

Technisch sind Stockfotos meistens einwandfrei. Das Licht stimmt, die Leute sind hübsch, der Raum ist aufgeräumt. Gerade deshalb merkt man sie sofort.

  • Fehlende Glaubwürdigkeit: Bewerbende erkennen gestellte Szenen schnell. Wer eine Werkstatt betreibt und ein Hochglanz-Büro zeigt, macht sich verdächtig.
  • Falsche Erwartungen: Wenn der erste Arbeitstag nichts mit den Bildern zu tun hat, ist die Enttäuschung programmiert. Im ungünstigsten Fall ist die neue Person nach der Probezeit wieder weg.
  • Keine Unterscheidung: Die gleichen Bilder findet man bei der Konkurrenz, manchmal sogar in derselben Branche.

Warum funktionieren echte Bilder besser?

In unseren Projekten sehen wir immer wieder, dass die ehrlichsten Bilder am besten funktionieren. Ein Lernender, der konzentriert eine Schweissnaht prüft. Zwei Kolleginnen, die am Bildschirm über einen Plan diskutieren. Die Kaffeemaschine, an der sich morgens alle treffen. Das sind keine spektakulären Motive, aber sie machen einen Arbeitsplatz greifbar.

«Echte Menschen und ein echter Arbeitsalltag sind das, was zählt. Wenn jemand auf einem Foto eine Person sieht, die konzentriert an einer Maschine arbeitet oder im Teammeeting lacht, kann er sich selbst in dieser Rolle vorstellen.» Nicolas Wolf

Dazu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Mitarbeitende, die auf der Karriereseite zu sehen sind, teilen die Bilder oft selbst. Das bringt Reichweite in Netzwerke, die ihr mit Inseraten kaum erreicht. Warum wir bewusst nur mit echten Menschen und keinen KI-Gesichtern arbeiten, erklären wir in diesem Beitrag.

Wie läuft ein Employer-Branding-Shooting bei uns ab?

Wir fotografieren dort, wo gearbeitet wird: im Büro, in der Werkhalle, auf der Baustelle. Vorher klären wir mit euch, welche Bereiche und Berufsgruppen ihr zeigen wollt und zu welchen Zeiten dort etwas läuft. Am Set nutzen wir das vorhandene Licht und ergänzen es dezent. Auf einer Baustelle heisst das zum Beispiel, nicht in der harten Mittagssonne zu fotografieren, sondern am Vormittag, wenn das Licht noch flacher ist und Gesichter unter dem Helm nicht im Schatten verschwinden.

Fotografiert werden nur Mitarbeitende, die das wollen. Das ist nebenbei auch eine schöne Form der Wertschätzung. Viele sind am Anfang skeptisch und am Schluss stolz auf ihre Bilder. Zusätzlich machen wir oft einzelne Mitarbeiterportraits, die sich für Stelleninserate und Ansprechpersonen eignen.

Wo fangt ihr am besten an?

Ersetzt zuerst die Stockfotos auf der Karriereseite und in den wichtigsten Stelleninseraten. Dafür reicht oft ein halber Tag mit einer Unternehmensreportage. Wie viele Bilder eine Karriereseite mindestens braucht, lest ihr im Beitrag wie viele Bilder eine Karriereseite braucht, und wie ihr den Fotografen dafür briefen könnt, unter Fotograf für Employer Branding beauftragen.

Bewerbende erkennen gestellte Bilder schnell und verlieren Vertrauen. Ausserdem zeigen Stockfotos nicht euren Arbeitsalltag und sehen bei der Konkurrenz gleich aus.

Bilder von echten Mitarbeitenden an ihrem tatsächlichen Arbeitsplatz, bei echter Arbeit und mit vorhandenem Licht. Inszeniert wird nur so viel wie nötig.

Nein. Fotografiert werden nur Personen, die einverstanden sind. Die Einwilligung wird vor dem Shooting schriftlich geklärt.

Für die wichtigsten Bilder einer Karriereseite reicht oft ein halber Tag. Bei mehreren Standorten oder Berufsgruppen planen wir entsprechend mehr ein.

Auf der Karriereseite, in Stelleninseraten, auf LinkedIn und Instagram sowie an Messen. Mitarbeitende teilen die Bilder oft auch selbst in ihren Netzwerken.

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