Freisteller und Lifestyle in einem Shooting
Schickt uns eure Artikelliste. Wir planen Freisteller und Lifestyle-Bilder so, dass beides an einem Tag im Kasten ist.

Bei fast jedem Produktshooting kommt irgendwann die Frage: Machen wir das auf Weiss oder im Kontext? Dahinter steckt meist Unsicherheit darüber, welches Format im Shop, auf Marktplätzen und in der Kampagne tatsächlich gebraucht wird.
Freisteller braucht ihr überall dort, wo ein Produkt gelistet, verglichen oder technisch erklärt wird: im Shop, auf Marktplätzen wie Galaxus oder Amazon und im Katalog. Lifestyle-Bilder braucht ihr dort, wo jemand überzeugt werden soll, also auf der Startseite, in Social Media und in Kampagnen. Für die meisten Produkte heisst die Antwort deshalb: beides, aber in einem klaren Verhältnis.
Ein Freisteller zeigt das Produkt ohne Ablenkung. Das klingt banal, ist handwerklich aber anspruchsvoller, als viele denken. Damit eine Serie von 200 Artikeln im Shop ruhig wirkt, müssen Kamerahöhe, Brennweite und Licht bei jedem Produkt gleich sein. Wir fotografieren dafür tethered, also direkt in den Rechner, und markieren die Position der Produkte auf dem Tisch. So stimmen Perspektive und Schatten auch dann noch, wenn drei Wochen später Nachlieferungen kommen.
Ein typischer Fehler: Das Produkt wird zu weitwinklig fotografiert, weil im Raum der Platz fehlt. Eine Kaffeemaschine sieht dann vorne bauchig aus. Mit einer längeren Brennweite, bei uns meist zwischen 70 und 100 Millimetern, bleiben die Proportionen korrekt. Und die Farbe muss stimmen. Ein Colorchecker im ersten Bild jeder Lichtsituation spart später Diskussionen mit dem Produktmanagement. Welche technischen Anforderungen sonst gelten, steht im Beitrag Was ein Produktbild im E-Commerce leisten muss.
Lifestyle-Bilder beantworten eine andere Frage. Nicht «Wie sieht es aus?», sondern «Passt es zu mir?». Ein Sessel auf Weiss zeigt Form und Stoff. Derselbe Sessel am Fenster mit Morgenlicht, einer Wolldecke und einem aufgeschlagenen Buch zeigt, wie sich ein Sonntag damit anfühlt.
Viel bringen sie bei Möbeln, Mode, Küchenprodukten, Sport und Kosmetik. Bei Ersatzteilen, Verbrauchsmaterial oder technischen Komponenten dagegen wenig. Da reicht oft ein sauberer Freisteller plus ein Detailbild. Ehrlich gesagt raten wir in solchen Fällen manchmal aktiv von Lifestyle ab, weil das Budget in zusätzlichen Ansichten besser aufgehoben ist.
Der Aufwand ist höher: Props, Set oder Location, manchmal Models, mehr Zeit für den Lichtaufbau. In unserem Studio in Olten haben wir eine eigene Küche, die sich für Food und Küchenprodukte gut eignet und den Weg zu einer externen Location oft erspart.
Für ein typisches Shopprodukt planen wir mehrere Freisteller-Ansichten: Front, Seite, Rückseite, ein Detail und wo sinnvoll eine Ansicht, die die Grösse zeigt. Dazu ein bis zwei Lifestyle-Bilder für Produktseite und Social Media. Bei vielen Farbvarianten fotografieren wir alle Varianten frei, das Lifestyle-Bild aber oft nur in der Hauptfarbe. Wie ihr die richtige Anzahl pro Artikel bestimmt, erklären wir in Wie viele Produktbilder brauche ich pro Artikel?
Ja, und meistens ist das sinnvoll. Wir planen den Tag in Blöcken. Am Morgen läuft die Freisteller-Strecke mit fixem Setup, am Nachmittag bauen wir das Set für die Lifestyle-Bilder. So wird nichts doppelt ausgepackt, gereinigt und vorbereitet. Wichtig ist eine Shotlist, die vorher steht, damit am Set niemand rätseln muss, welche Farbvariante noch fehlt. Mehr über unser Vorgehen findet ihr auf der Seite Produktfotografie.
Ein Freisteller ist ein Produktbild auf neutralem, meist weissem Hintergrund ohne weitere Elemente. Er wird für Online-Shops, Marktplätze und Kataloge verwendet, weil er Produkte vergleichbar zeigt.
Wenn der Kauf stark von Vorstellungskraft und Gefühl abhängt, etwa bei Möbeln, Mode, Küchenprodukten oder Kosmetik. Bei technischen Teilen oder Verbrauchsmaterial bringt ein zusätzliches Detailbild meist mehr.
Für das Hauptbild verlangen viele Marktplätze einen weissen oder neutralen Hintergrund. Prüft die aktuellen Richtlinien der jeweiligen Plattform, bevor ihr das Shooting plant.
Meist reichen ein bis zwei Lifestyle-Bilder pro Produkt, ergänzt durch mehrere Freisteller-Ansichten. Bei vielen Farbvarianten genügt das Lifestyle-Bild oft in der Hauptfarbe.
Ja. Wir fotografieren zuerst alle Freisteller mit einem fixen Setup und bauen danach das Set für die Lifestyle-Bilder auf. So wird jedes Produkt nur einmal ausgepackt und vorbereitet.
Schickt uns eure Artikelliste. Wir planen Freisteller und Lifestyle-Bilder so, dass beides an einem Tag im Kasten ist.


