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Ab wann lohnt sich professionelle Fotografie für ein KMU in der Schweiz?

Nicolas Wolf
13.8.26
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Diese Frage hören wir in fast jedem Erstgespräch, meistens etwas vorsichtiger formuliert: «Brauchen wir das wirklich, oder reicht das Handy?» Wir finden die Frage berechtigt. Ein Shooting kostet Geld, und niemand will Bilder bezahlen, die danach in einem Ordner liegen bleiben.

Professionelle Fotografie lohnt sich für ein KMU dann, wenn die Bilder nach aussen wirken und regelmässig gebraucht werden: auf der Website, in Stelleninseraten, im Produktkatalog oder in Offerten. Je öfter ein Bild gesehen wird und je mehr am Eindruck hängt, desto schneller rechnet sich die Investition. Bilder, die nur intern verwendet werden, braucht ihr dagegen selten von einem Profi.

Woran merkt ihr, dass schwache Bilder euch Geld kosten?

Selten an einer Zahl, eher an Situationen. Die Verkäuferin schickt Offerten lieber ohne Bilder, weil die vorhandenen peinlich sind. Auf der Karriereseite steht ein Gruppenfoto vom Firmenjubiläum 2017, auf dem die Hälfte der Leute nicht mehr im Betrieb arbeitet. Die Lokalzeitung fragt nach einem Portrait der Geschäftsleitung, und es gibt nur einen Ausschnitt vom Apéro.

In solchen Fällen bezahlt ihr bereits, nur unsichtbar: mit Anfragen, die nicht kommen, mit Bewerbungen, die ausbleiben, oder mit Zeit, die jemand intern mit Bildersuchen verbringt. Wie stark Bilder auf eurer Website wirken, haben wir im Beitrag wie Fotos die Conversion auf der Website beeinflussen genauer beschrieben.

Wie rechnet sich ein Shooting konkret?

Wir rechnen gerne pro Einsatz statt pro Shooting. Ein gutes Portrait der Geschäftsführerin wird auf der Website, in LinkedIn, in der Medienmitteilung, im Jahresbericht und auf dem Vortragsplakat verwendet. Über drei Jahre kommt so ein Bild schnell auf Dutzende Einsätze. Business Portraits bieten wir ab CHF 80 pro Person an, da wird der Betrag pro Verwendung sehr klein.

Bei Produktbildern ist die Rechnung noch direkter. Ein sauber ausgeleuchteter Freisteller mit korrekt kalibrierten Farben (wir fotografieren dafür immer einen Colorchecker mit) beantwortet Fragen, die sonst per Mail oder Telefon kommen. Und er verhindert Enttäuschungen, wenn die Farbe beim Kunden anders aussieht als im Shop. Mehr zu den Kosten selbst findet ihr im Artikel was ein Fotograf für Unternehmen in der Schweiz kostet.

Wann lohnt sich professionelle Fotografie nicht?

Ehrlich gesagt öfter, als man von einem Fotostudio erwarten würde. Wenn niemand weiss, wofür die Bilder gebraucht werden, entsteht eine schöne Sammlung ohne Verwendung. Wenn die Website in drei Monaten komplett neu gebaut wird und noch niemand die Formate kennt, wartet lieber. Und wenn die Bilder nicht zur Marke passen, weil das Shooting ohne Abstimmung mit dem Marketing gebucht wurde, hilft auch das beste Licht nichts.

Das Problem liegt dann selten bei der Kamera, sondern in der Vorbereitung. Eine kurze Shotlist mit Kanal, Format und Verwendungszweck pro Bild löst die meisten dieser Fälle schon vor dem Shooting.

Wie fangt ihr am besten an?

Klein und gezielt. Statt eines grossen Rundumschlags empfehlen wir oft einen Halbtag mit klarem Fokus: zum Beispiel aktuelle Portraits des Kaders und fünf bis zehn Situationsbilder für Website und Inserate. Danach seht ihr selbst, wie oft die Bilder gebraucht werden. Viele Kunden planen anschliessend ein bis zwei Termine pro Jahr, weil sich Teams, Räume und Produkte laufend verändern. Warum das sinnvoll ist, erklären wir im Beitrag warum ein Unternehmen kontinuierlich fotografieren sollte.

Wir arbeiten in der ganzen Deutschschweiz, vor Ort bei euch oder in unserem Studio in Olten. Die fertigen Bilder liefern wir in der Regel nach 7 bis 14 Werktagen, in den Formaten, die ihr für Web, Print und Social Media braucht.

Ja, sobald die Bilder nach aussen wirken, etwa auf der Website, in Stelleninseraten oder in Offerten. Je öfter ein Bild eingesetzt wird, desto günstiger wird es pro Verwendung.

Für interne Zwecke oder schnelle Social-Media-Posts oft schon. Für Portraits, Produktbilder und die Startseite fehlen meist Licht, Farbtreue und eine einheitliche Bildsprache.

Am einfachsten pro Einsatz: Zählt, wo ein Bild über zwei bis drei Jahre verwendet wird. Ein gutes Portrait erscheint auf Website, LinkedIn, in Medienmitteilungen und im Jahresbericht.

Wenn unklar ist, wofür die Bilder gebraucht werden, oder wenn ein Website-Relaunch mit neuen Formaten kurz bevorsteht. Dann lohnt es sich, zuerst Kanäle und Formate zu klären.

Business Portraits gibt es bei Wolf Fotografie ab CHF 80 pro Person. Die fertigen Bilder werden in der Regel innert 7 bis 14 Werktagen geliefert.

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