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Was macht einen Jahresbericht für Investoren und Partner visuell überzeugend?

Nicolas Wolf
10.3.26
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Ein Jahresbericht wird von Investoren, Banken, Partnern und oft auch von Mitarbeitenden gelesen. Viele blättern ihn zuerst durch, bevor sie eine Zahl anschauen. In diesen ersten Sekunden prägen die Bilder den Eindruck, ob das Unternehmen sorgfältig, stabil und gut geführt ist.

Ein Jahresbericht wirkt visuell überzeugend, wenn seine Bilder echte Menschen, Orte und Leistungen des Unternehmens zeigen und einer einheitlichen Bildsprache folgen. Dazu gehören hochwertige Portraits der Geschäftsleitung im eigenen Umfeld, Reportagebilder aus dem Betrieb und eine Auswahl, die zur Geschichte des Geschäftsjahres passt. Generische Bilder schwächen dagegen die Glaubwürdigkeit der Zahlen.

Warum zählen Bilder in einem Zahlenwerk überhaupt?

Weil Vertrauen selten allein aus Zahlen entsteht. Ein Bericht mit sauberen Tabellen und beliebigen Stockbildern sendet ein gemischtes Signal: Bei den Finanzen war man genau, beim Auftritt nicht. Leserinnen und Leser merken das, auch wenn sie es nicht benennen können.

Hinzu kommt die Lebensdauer. Ein Jahresbericht liegt ein Jahr lang am Empfang, in Sitzungszimmern und bei Partnern auf dem Tisch. Die Bilder darin werden oft auch für Medienmitteilungen, Website und Präsentationen weiterverwendet.

Welche Bilder gehören in einen Jahresbericht?

Das hängt von der Geschichte ab, die das Jahr erzählt. Gab es einen Neubau, eine neue Produktlinie, einen Wechsel in der Führung? Daraus leiten wir zusammen mit der Gestaltungsagentur eine Shotlist ab. Fast immer dabei sind:

  • Portraits von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, idealerweise im Unternehmen statt vor grauem Hintergrund. Eine CEO im Lager oder in der Werkstatt sagt mehr als vor einer Fotowand.
  • Reportagebilder aus dem Betrieb, die Menschen bei der Arbeit zeigen und das Geschäftsmodell verständlich machen.
  • Bilder von Projekten und Orten, etwa ein fertiggestelltes Gebäude, eine Anlage oder ein neuer Standort.
  • Ruhige Bilder für Kapiteltrenner, mit Platz für Typografie. Diese werden beim Shooting oft vergessen.

Für Portraits und Reportage kombinieren wir in der Regel Business Portraits und eine Unternehmensreportage am gleichen Tag. Das spart Organisationsaufwand und sorgt dafür, dass Licht und Farbstimmung zusammenpassen.

Was muss man technisch beachten?

Ein Jahresbericht wird gedruckt, und Druck verzeiht weniger als ein Bildschirm. Wir fotografieren deshalb in voller Auflösung, kalibrieren die Farben mit einem Colorchecker und liefern die finalen Bilder in dem Farbraum, den die Druckerei verarbeiten kann. Das klären wir vorab mit der Agentur. Doppelseitige Aufmacher planen wir bewusst so, dass im Bund kein Gesicht verschwindet. Diesen Fehler haben wir leider schon in fertigen Berichten gesehen.

Bei Portraits vor Ort arbeiten wir mit mobilem Licht: eine grosse Softbox als Hauptlicht, das vorhandene Raumlicht als Ambiente. So passen die Bilder der verschiedenen Personen zusammen, obwohl sie an unterschiedlichen Orten entstehen.

Wann sollte man mit der Bildproduktion beginnen?

Früher, als die meisten denken. Wir empfehlen, zwei bis drei Monate vor Drucklegung zu fotografieren. Dann bleibt Zeit für Bildauswahl, Retusche, Layout und eine Korrekturrunde. Wer erst im Januar merkt, dass Bilder fehlen, fotografiert draussen bei grauem Winterlicht, und um 17 Uhr ist es dunkel. Termine mit Mitgliedern der Geschäftsleitung sind zudem schwer zu finden.

Wie ihr ein solches Shooting intern vorbereitet, beschreiben wir in Wie bereite ich ein Unternehmensshooting vor? Viele der Bilder lassen sich übrigens auch als Pressebilder nutzen, mehr dazu in Fotografie für PR und Medien.

Typisch sind Portraits der Geschäftsleitung, Reportagebilder aus dem Betrieb, Bilder von Projekten oder Standorten und ruhige Motive für Kapiteltrenner. Die genaue Auswahl richtet sich nach der Geschichte des Geschäftsjahres.

Idealerweise zwei bis drei Monate vor der Drucklegung. So bleibt genug Zeit für Bildauswahl, Retusche, Layout und Korrekturen.

Für Jahresberichte empfehlen wir meist Portraits im eigenen Umfeld, etwa in der Produktion oder im Büro. Sie wirken persönlicher und erzählen mehr über das Unternehmen als ein neutraler Hintergrund.

Volle Auflösung, kalibrierte Farben und ein mit der Druckerei abgestimmter Farbraum. Bei doppelseitigen Bildern muss zudem der Bund berücksichtigt werden, damit keine Gesichter in der Bindung verschwinden.

Ja, wenn die Nutzungsrechte entsprechend vereinbart sind. Portraits und Reportagebilder aus dem Jahresbericht eignen sich gut für Medienmitteilungen, Website und Präsentationen.

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