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Warum verkauft sich ein Produkt im Online-Shop schlechter als beim Mitbewerber?

Nicolas Wolf
1.10.25
•
2min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Gleiches Produkt, ähnlicher Preis, und trotzdem verkauft der Mitbewerber mehr. Oft liegt es nicht am Sortiment oder am Versand, sondern an dem, was Kundinnen und Kunden als Erstes sehen: am Produktbild.

Ein Produkt verkauft sich im Online-Shop schlechter, wenn die Bilder Fragen offenlassen oder uneinheitlich wirken. Wer Farbe, Grösse und Material nicht sicher einschätzen kann, kauft dort, wo die Bilder mehr Klarheit geben. Konsistente, sauber ausgeleuchtete Produktbilder schaffen dieses Vertrauen.

Was muss ein Produktbild im E-Commerce leisten?

Es ersetzt das Anfassen. Im Laden nimmt man ein Produkt in die Hand, dreht es, fühlt das Gewicht. Online bleibt nur das Bild. Es muss zeigen, wie gross das Produkt ist, wie die Oberfläche beschaffen ist und welche Farbe es wirklich hat. Gleichzeitig soll es zur Marke passen und in der Kategorieübersicht neben zwanzig anderen Artikeln bestehen.

Diese beiden Aufgaben ziehen manchmal in verschiedene Richtungen. Ein dramatisch ausgeleuchtetes Bild sieht toll aus, verschluckt aber Details im Schatten. Wir lösen das meist mit zwei Bildtypen: einem sachlichen Hauptbild und ergänzenden Aufnahmen mit mehr Stimmung. Warum gute Produktaufnahmen auch in der Werbung so viel ausmachen, beschreiben wir im Beitrag Bilder die verkaufen.

Freisteller oder Lifestyle: Was gehört wohin?

Freisteller auf weissem oder hellgrauem Hintergrund sind im Shop der Standard, viele Marktplätze verlangen sie für das Hauptbild. Sie lenken nicht ab und machen Vergleiche einfach. Lifestyle-Aufnahmen zeigen das Produkt in Verwendung: das Sofa im Wohnzimmer, die Tasse in der Hand am Morgen. Sie helfen bei der Einordnung und eignen sich für Kategorieseiten, Newsletter und Social Media.

Wir haben beides für Kunden wie Riposa, Manor und Swisscom umgesetzt. Bei Möbeln reicht ein Freisteller selten, weil Kunden die Grösse im Raum sehen wollen. Bei technischen Produkten ist dagegen ein präziser Freisteller mit Detailbildern oft wertvoller als jede inszenierte Szene.

Warum ist Konsistenz im Shop so wichtig?

Weil Kunden nicht ein einzelnes Bild sehen, sondern eine Rasteransicht. Ist dort ein Produkt leicht von oben fotografiert, das nächste frontal, eines mit hartem Schatten und eines ganz ohne, wirkt der Shop unruhig. Das untergräbt Vertrauen, auch wenn jedes Bild für sich in Ordnung wäre.

Konsistenz ist vor allem Handwerk. Wir legen für jede Produktgruppe Kamerahöhe, Brennweite, Lichtaufbau und Bildausschnitt fest und dokumentieren das. Kleine Produkte fotografieren wir oft mit einem 100-Millimeter-Makro und immer gleichem Abstand, damit die Proportionen über das ganze Sortiment stimmen. In unserem Studio in Olten bleibt der Aufbau stehen, bis die Serie fertig ist.

Schwierige Materialien brauchen besondere Aufmerksamkeit. Wie wir bei Glas und Metall mit Reflexionen umgehen, lest ihr im Beitrag Produktfotografie für Glas und Metall.

Wo fangt ihr am besten an?

Legt eure meistverkauften Artikel neben die der Mitbewerber, am besten auf dem Handy. Wo wirkt ihr unsicherer? Fehlen Detailbilder, sind Farben flau, sind die Ausschnitte uneinheitlich? Daraus ergibt sich eine Shotlist. Wir fotografieren dann zuerst die wichtigsten Produkte, mit einem Setup, das sich für das restliche Sortiment wiederverwenden lässt. Mehr zu unserem Angebot unter Produktfotografie.

Für das Hauptbild meist einen Freisteller, weil er klar ist und von vielen Marktplätzen verlangt wird. Lifestyle-Aufnahmen ergänzen die Produktseite und eignen sich für Kategorieseiten, Newsletter und Social Media.

Als Richtwert drei bis fünf: Frontansicht, eine weitere Ansicht, Detailaufnahmen und ein Bild, das Grösse oder Verwendung zeigt. Bei erklärungsbedürftigen Produkten dürfen es mehr sein.

Meist weil Perspektive, Licht und Bildausschnitt von Produkt zu Produkt wechseln. Ein festgelegter Aufbau pro Produktgruppe sorgt für eine ruhige, einheitliche Rasteransicht.

Wir erstellen gemeinsam eine Shotlist, legen den Lichtaufbau pro Produktgruppe fest und fotografieren die Serie im Studio in Olten. Die fertigen Bilder erhaltet ihr in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Werktagen.

Ja. Das Studio in Olten hat eine eigene Küche, in der Speisen zubereitet und frisch fotografiert werden.

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