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Wann ist natürliches Licht und wann Studioblitz besser für Business Portraits?

Nicolas Wolf
13.8.25
•
3min
Saxofonbild auf dem Tisch / Fotoreportage

Eine der häufigsten Fragen vor einem Portraitshooting: Machen wir das im Studio oder draussen? Mit Blitz oder mit Tageslicht? Viele Kunden haben dazu schon eine Meinung, meistens wegen eines Bildes, das ihnen irgendwo gefallen hat. Unsere Antwort hängt aber weniger vom Geschmack ab als vom Einsatzzweck.

Natürliches Licht eignet sich für einzelne Portraits und Bilder mit Stimmung, etwa für Social Media, Employer Branding oder Medienberichte. Studioblitz ist die bessere Wahl, wenn viele Personen einheitlich aussehen sollen, zum Beispiel für die Teamseite oder ein Organigramm. In vielen Projekten kombinieren wir beides.

Wann funktioniert natürliches Licht am besten?

Natürliches Licht kann sehr schmeichelhaft sein, wenn man es richtig nutzt. Unsere liebste Lichtquelle in Büros ist ein grosses Fenster ohne direkte Sonne, idealerweise nach Norden. Die Person steht leicht schräg dazu, die abgewandte Gesichtshälfte hellen wir mit einem weissen Reflektor auf. Das ergibt weiche Übergänge und einen natürlichen Glanz in den Augen.

Draussen ist ein bedeckter Himmel oft ideal, auch wenn uns das selten jemand glaubt. Direkte Mittagssonne dagegen ist schwierig: harte Schatten unter den Augen, zusammengekniffene Lider. Wenn es nicht anders geht, suchen wir Schatten unter einem Vordach und nutzen die helle Fassade gegenüber als Reflektor. Die goldene Stunde vor Sonnenuntergang sieht wunderbar aus, ist für Firmenshootings aber selten praktikabel. Wer stellt sein Team schon um 19 Uhr vors Gebäude?

Der grosse Nachteil: Tageslicht ändert sich laufend. Bei einem Teamshooting mit 30 Personen über drei Stunden haben die ersten Portraits ein anderes Licht als die letzten, sobald eine Wolke kommt oder die Sonne um die Hausecke wandert. Auf einer Teamseite fällt das sofort auf.

Was spricht für Studioblitz?

Mit Blitz kontrollieren wir alles: Richtung, Härte, Helligkeit und Farbtemperatur. Ein Setup, das morgens um acht steht, liefert um fünf Uhr nachmittags exakt dasselbe Licht. Für Team- und Unternehmensportraits ist das der Hauptgrund. Wir dokumentieren Lichtpositionen und Kameraeinstellungen, damit auch Neueintritte ein halbes Jahr später ins Raster passen.

In unserem Studio in Olten arbeiten wir mit Blitzen, die wir per Funk von der Kamera aus steuern, und mit verschiedenen Softboxen und Hintergründen. Ein mobiles Setup bringen wir aber genauso gut in euren Sitzungsraum. Zwei Blitze, ein Hintergrund, rund drei Meter Platz in der Tiefe: Das reicht meistens. Für grössere Gruppen lohnt sich ein Blick auf unser Team-Shooting.

Kann Blitzlicht natürlich wirken?

Ja, wenn man es richtig einsetzt. Der typische Blitzlook entsteht durch kleine, harte Lichtquellen direkt von vorne. Eine grosse Octabox nah an der Person, leicht von oben und seitlich, wirkt dagegen ähnlich wie ein Nordfenster. Wir mischen auch gern: Tageslicht vom Fenster als Grundlicht, dazu ein schwacher Blitz, der die Gesichter etwas aufhellt. So bleibt die Stimmung des Raums erhalten, und die Haut sieht trotzdem sauber aus.

Mischlicht hat allerdings eine Tücke. Neonröhren an der Decke bringen oft einen Grünstich mit, der sich mit dem neutralen Blitz schlecht verträgt. In solchen Räumen schalten wir die Deckenbeleuchtung lieber aus.

Wie entscheiden wir im konkreten Projekt?

Oft machen wir beides am selben Tag. Die offiziellen Portraits für Website und Organigramm entstehen mit Blitz vor einem neutralen Hintergrund. Danach gehen wir mit der Kamera durchs Unternehmen und fotografieren die Leute an ihren Arbeitsplätzen im vorhandenen Licht. So habt ihr am Ende einheitliche Portraits und lebendige Bilder für Social Media und die Karriereseite. Business Portraits gibt es bei uns ab CHF 80 pro Person, mehr dazu auf unserer Seite Business Portraits.

Für einzelne, stimmungsvolle Portraits ist natürliches Licht oft schöner. Wenn viele Personen einheitlich aussehen sollen, etwa auf einer Teamseite, ist Studioblitz die zuverlässigere Wahl.

Weil sich Tageslicht während eines Shootings laufend ändert, durch Wolken und den Sonnenstand. Die ersten und die letzten Portraits haben dann unterschiedliche Helligkeit und Farbtemperatur.

Ja. Eine grosse Softbox oder Octabox nah an der Person erzeugt weiches Licht, das einem Nordfenster ähnelt. Kleine, harte Blitze direkt von vorne wirken dagegen künstlich.

Nicht unbedingt. Wir bringen ein mobiles Blitzsetup mit, für das ein Raum mit rund drei Metern Tiefe meist reicht. Für grössere Produktionen steht unser Studio in Olten zur Verfügung.

Business Portraits gibt es ab CHF 80 pro Person. Die bearbeiteten Bilder liefern wir in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Werktagen.

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